Pressebericht zu den Alpenrobben

Pressebericht zu den Alpenrobben

Gestern wurde die Nationalpark-Schatzkiste feierlich geöffnet. Jugendliche aus Deutschland und Österreich hatten ein ganzes Semester lang die Juwelen ihres Nationalparks für die Partnerschule im jeweils anderen Land zusammengestellt. Nun wird bis zum Sommer mit den Materialien gearbeitet! 

Die Alpenrobben, das sind 28 Schüler*innen aus Deutschland und Österreich, die zwei Jahre intensiv zusammen arbeiten. Sie leben im oberen Mölltal und in Ostriesland – im Nationalpark Hohe Tauern und im Nationalpark Wattenmeer. Sie wollen die Besonderheiten beider Nationalparks entdecken, sich über die Landesgrenzen hinweg vernetzen und in weiter Folge von ihren Ideen und Erlebnissen berichten.  

Am 8. März 2022 wurden in Winklern drei Koffer – man könnte fast sagen Schatzkisten – aus dem Nationalpark Wattenmeer feierlich geöffnet. Ein ganzes Semester lang hatten die Schüler*innen beider Länder zuvor ihre Koffer eigenständig befüllt. Mit Besonderheiten ihrer Region, ihrer Schule und ihres Nationalparks. Nun war die Spannung natürlich groß – was hatten die deutschen Freunde wohl geschickt? 

„Pah, schau mal Krabben!! Sind die tot?“, rief Anna erschrocken. „Nein, das ist nur ihre Haut!“, klärte Johanna auf, „die häuten sich, so wie Schlangen!“.  „Und schaut mal, so schöne Bücher über die Vögel des Nationalparks“, erläuterte einer der Lehrkräfte. Die Stimmung war ausgelassen als schließlich eine Kiste mit kleinen Elefanten geöffnet wurde. „Ottifanten!“, rief Vivian und stimmte fröhlich das bekannte Lied von Otto Waalkes „In der Weihnachtsbäckerei“ an. Alle Schüler*innen sangen ausgelassen mit und einige fragten aufgeregt, „echt, kann es sein dass wir Otto nächstes Jahr treffen, wenn wir ans Wattenmeer fahren?“. Die Vorfreude auf die nächsten Wochen ist riesig, denn nun wird mit den Inhalten der Koffer gearbeitet, getüftelt und gespielt. Bis Juni erstellen die Jungendlichen eine Ausstellung über die beiden Nationalparks und vergleichen die Besonderheiten und Herausforderungen dieser faszinierenden Lebensräume. „Dieses Projekt legt einen wertvollen Grundstein in der Bildungsarbeit des Ersten Europäischen Klima- und Umweltbildungszentrums“, betont Nationalparkreferentin LR Sara Schaar.  

Der Nationalpark Hohe Tauern und der Nationalpark Wattenmeer – sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Hier die schroffen Gipfel, Gletscher und Almen – dort ausgedehnte Wattlandschaften, die Nordsee und Salzwiesen. Dennoch gibt es viele Gemeinsamkeiten. Wildnisgebiete, Dynamik, Überlebenskünstler mit hervorragenden Anpassungen – wahre Spezialisten im Tier- und Pflanzenreich. Hier wie dort gibt es besondere Herausforderungen und Chancen – für Mensch und Natur! Vor diesem Hintergrund haben die Mittelschule Winklern und die Haupt- und Realschule Friedeburg im Rahmen dieses zweijährigen Vorhabens zusammengefunden. „Wir freuen uns schon sehr die deutschen Alpenrobben im Juni bei uns begrüßen zu dürfen!“, verrät Johanna Fercher, interimistische Leiterin der Mittelschule Winklern. 

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