Abschluss einer erfolgreichen Comenius – Schulpartnerschaft

Comenius

Der Jugend ein stärkeres Europabewusstsein zu vermitteln ist die Idee, die hinter den
„Europäischen Bildungsprogrammen“ steckt.

Abschluss einer erfolgreichen Comenius – Schulpartnerschaft

6 Jahre lang arbeiteten die Nationalparkhauptschule Winklern mit den Gymnasien von Dwikozy (PL) und Ostrau (CZ) im Rahmen der Europäischen Bildungsprojekte zusammen. Stand im ersten 3 Jahre dauernden Abschnitt das gegenseitige Kennen lernen unter dem Titel „Regionale Identität“ im Vordergrund, so wurden im nunmehr zu Ende gegangenen 2. Abschnitt unter dem Titel „Zeitgemäße Trends im Unterricht“ neue Entwicklungen in den Bildungssystemen in den 3 Partnerländern unter die Lupe genommen und diskutiert. Der Schwerpunkt in diesem Jahr war der Integration von SchülerInnen mit besonderen Bedürfnissen gewidmet. Alle beteiligten Partnerschulen berichten über ihre Erfahrungen mit Integration im Unterricht in einer Broschüre, die in deutscher und englischer Sprache abgefasst ist.

Rückblickend können wir aus unserer Sicht von einer sehr interessanten Zusammenarbeit mit den beiden Schulen aus den osteuropäischen Reformländern berichten. In gemeinsamen jährlichen Projekttreffen, abwechselnd in den beteiligten 3 Staaten, konnten viele Erfahrungen ausgetauscht und auch gute persönliche Kontakte geknüpft werden. Im Zuge von Studienbesuchen und Lehreraustauschprogrammen hatten KollegInnen die Möglichkeit nicht nur die Partnerschulen zu besuchen, sondern auch die betreffenden Regionen ein wenig kennen zu lernen. Diese Zusammenarbeit diente auch dem Ziel, Vorurteile gegenüber den Reformländern abzubauen und diesen auch die Möglichkeit zu geben, im Bildungsbereich einen Blick in den europäischen Westen zu werfen. Für die polnische Partnerschule hat die dortige Projektleiterin, Frau Iwona Marzec, dies treffend formuliert mit dem Satz: „ Die Nationalparkhauptschule Winklern war in diesen 6 Jahren für uns das Fenster in den Westen Europas, wir haben viel von euch gelernt und hoffen, auch in Zukunft miteinander in Kontakt zu bleiben.“

Auch für unsere Schule war die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen eine Bereicherung, weil sie einen „Blick über den Zaun“ hinaus erlaubte, und eine Erweiterung des Horizontes nicht nur in bildungspolitischer Hinsicht ermöglichte. In diesem Sinne danke ich allen beteiligten Partnern für die gute Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis, die sehr zu einem guten Gelingen dieser Sokrates – Comenius – Schulpartnerschaft beigetragen haben.

Im Rahmen von Comenius 1 hat unsere Schule gemeinsam mit Partnerschulen aus Dwikozy (Polen) Ostrava (Tschechien) und San Daniele (Italien) an einem solchen länderübergreifenden Projekt gearbeitet. Unter dem Projekttitel „Regionale Identität“ versuchten alle beteiligten Schulen sich mit der engeren Heimat etwas näher zu befassen, die Ergebnisse in Texten, Bildern und handwerklichen Arbeiten festzuhalten und sie den Partnerschulen zu übermitteln.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Region und den eigenen Wurzeln soll dazu beitragen bei den Schülern insofern Verständnis für andere Länder zu entwickeln, dass sie erkennen, dass jede Region ihre Besonderheiten hat. In der kulturellen und sprachlichen Vielfalt Gemeinsames zu entdecken, soll Aufgeschlossenheit und Respekt anderen gegenüber erzeugen und zum Abbau von Vorurteilen beitragen helfen. Die Zusammenarbeit mit den Lehrern anderer Schulen lässt uns Einblick gewinnen in deren unterschiedliche Schulsysteme. Neben den pädagogischen und erzieherischen Aufgaben in unserer Tätigkeit als Lehrer ist die politische Bildung der uns anvertrauten Jugendlichen ein bedeutender Aspekt unserer Arbeit.

Gegenseitige Besuche im Laufe der gemeinsamen Projektarbeiten in Form von Projekttreffen aller beteiligten Schulen sollen nicht nur der Vertiefung des Wissens um die Kultur anderer Länder dienen sondern vor allem auch den gegenseitigen Respekt fördern und zu mehr Offenheit auch gegenüber den Bildungssystemen anderer europäischer Länder beitragen.
Den Abschluss des ersten gemeinsamen Comenius – Projektes bildete das Europafest in der Nationalparkhauptschule Winklern. LehrerInnen und Schülergruppen aller Partnerschulen legten in einer gemeinsamen Feier ein Bekenntnis zu einem gemeinsamen Europa ab. Die Schülergruppen brachten folkloristische Darbietungen in traditioneller Kleidung ihrer Region, entsprechend dem Projekttitel – „Regionale Identität“ – dar. Die Schülergruppen waren eine Woche lang hier im Mölltal bei ihren Partnerfamilien untergebracht.

Der Schwerpunkt des derzeit laufenden Projektes besteht darin, dass alle beteiligten Schulen allen Partnern die Besonderheiten ihres Schulsystems mit ihren diversen autonomen Regelungen versuchen in verschiedensten Formen zu präsentieren, um einen Einblick in die Vielfalt der europäischen Bildungssysteme zu bekommen. Die Möglichkeiten und damit verbundenen Vorteile der Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen wird im laufenden Schuljahr in Form eines Jahreskalenders für 2007 dokumentiert.

Das politisch rasch wachsende gemeinsame Haus „Europa“ wird nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn die Jugendlichen aller Länder ein Bekenntnis zu diesem gemeinsamen Europa ablegen. Dieses Bekenntnis kann nicht einfach gelehrt werden, sondern muss sich langsam entwickeln und sowohl im Kopf als auch in den Herzen der Jugendlichen heranwachsen. Dies zu fördern ist ein wesentlicher Grundgedanke der „Europäischen Bildungsprogramme“. Unsere gemeinsamen Comenius – Projekte sollen Mosaiksteinchen auf dem Weg zu einem friedlichen gemeinsamen Europa sein.

Abschluss einer erfolgreichen Comenius – Schulpartnerschaft
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