Schmuckpapier selber herstellen – Papier schöpfen

Schmuckpapier selber herstellen – Papier schöpfen

Um im Unterricht ein effektives Ergebnis zu erzielen, sind einige Vorbereitungen zu treffen.
Bereits einige Tage vorher wird die Baumwolle in einem Gefäß eingeweicht. Baumwolle gibt es in Blattform zu kaufen, man kann aber auch Küchenrollen oder Toilettenpapier aufweichen oder Unterhemden (100% Baumwolle) zerstückeln.
Weiters benötigt man einige Schöpfrahmen, einfache Holzrahmen, die mit feinmaschigem Gitterüberzogen werden.

 

Die Schüler benötigen einige alte Geschirr oder Handtücher als Unterlage.
Zuerst wird die sogenannte Pulpe hergestellt. Man füllt das Gefäß, am besten eignet sich eine kleine Wanne, zu einem Drittel mit dem Zellulosebrei. Dann gibt man zwei Drittel lauwarmes Wasser dazu, eine Handvoll Kreidepulver und die zerkleinerten Materialien, mit denen man das Papier versehen will. ( Blüten, Gewürze, Bananenschalen, Apfelschalen ). Dieses Gemisch muss gut verrührt werden.

 

Nun erfolgt das eigentliche Schöpfen, indem man den 2 teiligen Schöpfrahmen zusammensetzt und ihn senkrecht nach unten zum Wannenboden führt. Erst jetzt drehen wir ihn in die waagerechte Lage und ziehen ihn nach oben durch das Gemisch aus dem Wasser. Das Wasser tropft ab und im Gitter ist das geschöpfte Papier, das auf ein Tuch zum Trocknen gestürzt wird.

 

Um Spezialeffekte zu erzielen können beim Durchziehen des Gitters einige ganze Blüten eingestreut werden. Man kann auch etwas Glitter auf die Unterlage streuen, bevor das Papier gestürzt wird.
Außerdem können mit Draht die Initialen des Schöpfkünstlers auf der Unterlage plaziert werden, die dann im trockenen Zustand im Papier einen Abdruck hinterlassen.

Dieses selbst erzeugte Papier kann für viele Zwecke weiterverwendet werden, wie etwa stimmungsvolle Karten oder Billets oder als Unterlage für Metallfoliendrucke.

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